Ausblick auf die E-Zigaretten-Messen 2026 in Deutschland – Branche blickt auf Frankfurt und Dortmund
Vor dem Hintergrund verschärfter Regulierungen und politischer Spannungen stehen der deutschen E-Zigaretten-Branche im Jahr 2026 zwei bedeutende Branchenevents bevor. Im Mai und September treffen sich internationale Akteure zunächst in Frankfurt und anschließend in Dortmund, um über die Zukunft des Sektors zu beraten.
Frankfurt: Globaler Handelsplatz eröffnet im Mai
Vom 8. bis 10. Mai 2026 findet die VaporFair & HempsFair auf dem Gelände der Messe Frankfurt statt. Die Veranstaltung vereint die drei Themenbereiche E-Zigaretten, CBD und Shisha auf einer Ausstellungsfläche von voraussichtlich 20.000 Quadratmetern. Veranstalter ist die Projekt20drei10 GmbH, ein führender deutscher Spezialist für Fachmessen im E-Zigaretten-Bereich mit langjähriger Erfahrung und tiefgreifenden Branchenkontakten.
Die VaporFair & HempsFair gilt als erste professionelle internationale E-Zigaretten-Fachmesse Europas. Jährlich zieht sie über 35.000 Besucher aus aller Welt sowie Vertreter von mehr als 300 Marken an. Ihre internationale Ausrichtung und Bedeutung für globale Einkäufer sind unbestritten. Das Ausstellungsspektrum umfasst E-Zigaretten-Hardware, Liquids, Akkus, Ladegeräte sowie Shisha-Pfeifen, Zubehör und Lounge-Dekoration. Hervorzuheben ist zudem der Bereich für Cannabis- und CBD-Produkte, der Themen von Saatgut über Anbautechnik bis hin zu medizinischen Ressourcen abdeckt und das wachsende Interesse an diversifizierten neuartigen Erzeugnissen widerspiegelt.
Die Frankfurter Messe ist nicht nur eine Plattform für Produktinnovationen und neue Technologien, sondern vor allem ein Ort für persönliche Geschäftsanbahnung. Aussteller und Einkäufer können vor Ort intensive Gespräche führen, Kooperationen vertiefen und neue Märkte erschließen.
Dortmund: Branchengipfel im September
Vom 15. bis 17. September 2026 öffnet die 46. InterTabac & InterSupply ihre Tore in den Dortmunder Westfalenhallen. Als weltweit führende Fachmesse gilt die InterTabac als wichtigstes jährliches Branchentreffen der globalen Tabak- und Nikotinwirtschaft. Auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern werden rund 800 Aussteller aus 70 Ländern und etwa 14.500 Fachbesucher erwartet.
Die besondere Stärke der InterTabac liegt in der Qualität und Internationalität ihres Fachpublikums: Etwa 50 Prozent der Besucher reisen aus dem Ausland an. Unter den Ausstellern finden sich sowohl internationale Tabakkonzerne als auch innovative Unternehmen aus Produktionszentren wie Shenzhen. Die parallel stattfindende InterSupply widmet sich speziell den Herstellungsprozessen von Tabakwaren, E-Zigaretten, Pfeifen und Shishas und bietet eine spezialisierte Austauschplattform für Zulieferer der vorgelagerten Wertschöpfungskette.
Für Branchenkenner wird die InterTabac 2026 ein wegweisendes Barometer sein. Im Spannungsfeld zwischen dem geplanten deutschen Kühlmittelverbot und dem EU-weiten Vorstoß gegen Einweg-E-Zigaretten wird mit besonderer Spannung erwartet, wie die Aussteller ihre Produktgeneration der nächsten Ära präsentieren und auf regulatorische Bedenken reagieren. Ein intensiver Wettstreit um Produktdesign, Compliance-Fähigkeit und Schadensminderungskonzepte ist programmiert.
Im doppelten Umbruch durch Politik und Markt werden die beiden deutschen E-Zigaretten-Messen 2026 mehr sein als reine Leistungsschauen – sie dürften die strategische Ausrichtung der globalen Branche nachhaltig beeinflussen.